24.03.2025
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Vom IT-Professional zum Headhunter – Was ich auf beiden Seiten des Tisches gelernt habe
Wenn Sie mich kennen, wissen Sie, dass ich seit 1984 in der IT-Branche tätig bin. Ich begann in technischen Rollen, wechselte später in den Vertrieb und das Vertriebsmanagement, führte Teams, war mehrfach Einstellungsleiter – und zu anderen Zeiten selbst ein Kandidat. Vor achtzehn Jahren wechselte ich die Seiten und gründete mein eigenes Headhunting-Geschäft.
Diese Erfahrungen – aus beiden Perspektiven – haben geprägt, wie ich den Arbeitsmarkt heute sehe. In diesem Artikel möchte ich einige der wichtigsten Lektionen teilen, die ich aus diesem Perspektivwechsel gelernt habe. Egal, ob Sie über einen Karrierewechsel nachdenken, sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten oder die richtigen Leute einstellen möchten – dies ist für Sie.
1. Technische Fähigkeiten allein reichen nicht aus – Kommunikation ist der Schlüssel
Viele hochqualifizierte Fachleute scheitern nicht aufgrund fehlender Fähigkeiten – sie scheitern, weil sie sich selbst nicht gut präsentieren. Ich weiß das aus erster Hand: Als Techniker glaubte ich, mein Arbeiten würde für sich selbst sprechen. Aber später, als Einstellungsleiter, lernte ich – so funktioniert das nicht.
Es geht nicht nur darum, was Sie wissen. Es geht darum, wie gut Sie Ihren Wert kommunizieren. Wirkung zählt mehr als eine Liste von Aufgaben. Wenn Sie die Ergebnisse, die Sie liefern, klar ausdrücken können, heben Sie sich ab.
2. Jede offene Position stellt ein Problem dar – identifizieren Sie es
Heute weiß ich: Offene Stellen betreffen selten nur das Nachbesetzen einer Rolle. Oft signalisieren sie ein tieferes Problem oder eine Herausforderung. Diejenigen, die das erkennen und sich nicht nur als Bewerber, sondern als Problemlöser positionieren, sind weitaus überzeugender.
Fragen Sie sich: Warum existiert diese Rolle gerade jetzt? Wo liegt der Schmerzpunkt? Wie kann ich helfen, ihn zu lösen?
3. Ihr Lebenslauf muss nicht perfekt sein – aber Ihre Geschichte sollte klar sein
Karrieren verlaufen selten linear. Meine auf keinen Fall: vom Techniker zum Vertrieb, dann in die Selbstständigkeit. Was am wichtigsten ist, ist nicht, ob Ihr Lebenslauf „sauber“ ist – sondern ob Ihr Weg Sinn macht.
Reflektieren Sie über Ihre Reise und fragen Sie: Was habe ich gelernt? Was treibt mich an? Wo liegen meine Stärken? Die Antworten auf diese Fragen machen Sie unvergesslich.
4. Sich um einen Job zu bewerben, ist keine Selbstbeschreibung – es ist Positionierung
Zu viele Bewerbungen sind nur Listen von Verantwortlichkeiten: „Ich habe das getan… Ich war verantwortlich für das…“ Aber heute reicht das nicht aus. Arbeitgeber wollen wissen: Warum sind SIE die richtige Person für DIESEN speziellen Job?
Das erfordert Klarheit, Relevanz und strategische Kommunikation. Wenn Sie Ihre Geschichte um ihre Bedürfnisse herum formulieren können – gewinnen Sie einen echten Vorteil.
5. Der Arbeitsmarkt ist selektiver – aber nicht verschlossen
Ja, der Wettbewerb hat zugenommen. Ja, Unternehmen reagieren weniger. Aber Chancen gibt es weiterhin – insbesondere für diejenigen, die bereit sind, sich aktiv zu positionieren, Netzwerke zu pflegen und in ihr Auftreten zu investieren.
Ich helfe regelmäßig Kandidaten, großartige Positionen zu besetzen – selbst in schwierigen Märkten. Was sie alle gemeinsam haben: Klarheit, Fokus und ein Verständnis dafür, was Unternehmen wirklich brauchen.
6. Seitenwechsel eröffnet Ihnen neue Perspektiven
Der Übergang vom Techniker zum Vertrieb hat meine Denkweise verändert. Als Headhunter nach Jahren als Einstellungsleiter wurde meine Perspektive noch schärfer. Ich sehe jetzt beide Seiten des Einstellungsprozesses – und das ist ein großer Vorteil.
Wenn Sie sich festgefahren fühlen, ziehen Sie in Betracht: Welche Perspektive fehlt Ihnen? Sind Sie bereit, von der anderen Seite zu schauen? Egal, ob Sie einstellen oder sich bewerben – dieser Wechsel kann den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Fazit: Karrierewege sind selten gerade. Aber mit den richtigen Fragen, einem klaren Fokus und dem Mut, Perspektiven zu wechseln, gewinnen Sie Richtung – und Ergebnisse. Wenn Sie an einem Wendepunkt stehen, über einen neuen Wechsel nachdenken oder eine Schlüsselposition zu besetzen haben, unterstütze ich Sie gerne.